[{"data":1,"prerenderedAt":771},["ShallowReactive",2],{"/de-de/blog/journey-through-gits-20-year-history":3,"navigation-de-de":37,"banner-de-de":440,"footer-de-de":450,"blog-post-authors-de-de-Patrick Steinhardt":655,"blog-related-posts-de-de-journey-through-gits-20-year-history":669,"blog-promotions-de-de":706,"next-steps-de-de":761},{"id":4,"title":5,"authorSlugs":6,"body":8,"categorySlug":9,"config":10,"content":14,"description":8,"extension":26,"isFeatured":12,"meta":27,"navigation":12,"path":28,"publishedDate":20,"seo":29,"stem":34,"tagSlugs":35,"__hash__":36},"blogPosts/de-de/blog/journey-through-gits-20-year-history.yml","Journey Through Gits 20 Year History",[7],"patrick-steinhardt",null,"open-source",{"slug":11,"featured":12,"template":13},"journey-through-gits-20-year-history",true,"BlogPost",{"heroImage":15,"body":16,"authors":17,"updatedDate":19,"date":20,"title":21,"tags":22,"description":25,"category":9},"https://res.cloudinary.com/about-gitlab-com/image/upload/v1750097380/Blog/Hero%20Images/Blog/Hero%20Images/git-20-years-opt2_TWNsNk8KH43b3jP0KLD0U_1750097380123.png","Das Git-Projekt ist gerade 20 Jahre alt geworden. In diesen Jahren ist viel passiert – während das konzeptionelle Design von [GitLab](https://about.gitlab.com/de-de/) seit seiner Entstehung nicht wesentlich verändert wurde, hat sich doch die Art und Weise, wie Benutzer(innen) mit dem Tool interagieren, deutlich geändert. Wir bei GitLab sind stolz darauf, auf dieser wichtigen Software aufzubauen und Teil ihrer Erfolgsgeschichte zu sein.\n\nBegleite uns auf einer Reise durch die Geschichte von Git und entdecke, wie sich das System im Laufe der Jahre entwickelt hat.\n\n## Der erste Commit\n\nDer erste Commit wurde am 7. April 2005 von [Linus Torvalds](https://about.gitlab.com/de-de/blog/celebrating-gits-20th-anniversary-with-creator-linus-torvalds/), dem Schöpfer des Linux-Kernels, vorgenommen: `e83c5163316 (Initial revision\nof \"git\", the information manager from hell, 2005-04-07)`.\n\nWie wir sehen können, enthält dieser Commit nicht viele Dateien:\n\n```shell\n$ git ls-tree e83c5163316\n100644 blob a6bba79ba1f46a1bbf7773449c3bd2bb9bf48e8b\tMakefile\n100644 blob 27577f76849c09d3405397244eb3d8ae1d11b0f3\tREADME\n100644 blob 98a32a9ad39883c6d05a000a68511d4b1ee2b3c7\tcache.h\n100644 blob 74a0a234dd346fff51c773aa57d82fc4b83a8557\tcat-file.c\n100644 blob 840307af0cfaab31555795ce7175d5e9c9f981a0\tcommit-tree.c\n100644 blob 25dc13fe101b219f74007f3194b787dd99e863da\tinit-db.c\n100644 blob c924a6e0fc4c36bad6f23cb87ee59518c771f936\tread-cache.c\n100644 blob 1b47742d8cbc0d98903777758b7b519980e7499e\tread-tree.c\n100644 blob b8522886a15db861508fb6d03d4d88d6de912a4b\tshow-diff.c\n100644 blob 5085a5cb53ee52e1886ff6d46c609bdb2fc6d6cd\tupdate-cache.c\n100644 blob 921f981353229db0c56103a52609d35aff16f41b\twrite-tree.c\n```\n\nNeben der Build-Infrastruktur bietet der erste Commit sieben Top-Level-Befehle:\n\n- `init-db` zum Initialisieren eines neuen Git-Repositorys\n- `update-cache` zum Hinzufügen von Dateien zum Index\n- `write-tree`, um den Inhalt des Index heranzuziehen und daraus einen neuen Baum zu erstellen\n- `read-tree` zum Lesen eines Baum-Objekts\n- `commit-tree` zum Erstellen eines Commits aus einem Baum\n- `cat-file` zum Lesen eines spezifischen Objekts in eine temporäre Datei\n\nBeachte, dass der Befehl `git` zu der Zeit noch gar nicht existierte.\n\nStattdessen mussten diese Befehle direkt ausgeführt werden.\n\nErstellen wir zum Beispiel ein neues Repository:\n\n```shell\n$ mkdir repo\n$ cd repo\n$ init-db\ndefaulting to private storage area\n$ ls -a\n.  ..  .dircache\n```\n\nDas sieht ziemlich unbekannt aus: Es gibt kein `.git`-Verzeichnis, aber dafür gibt es das Verzeichnis `.dircache`. Und wo war der private Speicherbereich?\n\nDas frühe Design von Git unterschied zwischen einem „geteilten“ und einem „privaten“ Objektspeicherbereich. In diesem Objektspeicherbereich befanden sich alle Git-Objekte. Zum Beispiel deine Commits und Blobs.\n\nStandardmäßig erstellte `init-db` einen privaten Objektspeicherbereich, der nur für das verwaltete Verzeichnis verwendet wurde, in dem es erstellt wurde. Ein „geteilter“ Objektspeicherbereich hingegen teilte Objektinhalte über mehrere verwaltete Verzeichnisse, so dass dasselbe Objekt nicht zweimal gespeichert werden musste.\n\n> **Über 6,4 Mio. Builds pro Monat: So transformiert Siemens seine Softwareentwicklung mit GitLab** Über 40.000 Entwickler(innen) bei Siemens nutzen GitLab, um weltweit zusammenzuarbeiten und jeden Monat mehr als 6,4 Millionen Software-Versionen automatisch bereitzustellen. Erfahre, wie eine offene DevOps-Kultur und eine zentrale Plattform die Effizienz und Sicherheit steigern. [Erfolgsstory lesen](https://about.gitlab.com/de-de/customers/siemens/)\n\n### Einen Commit erstellen\n\nWir haben nun ein Repository, doch wie wurde damals ein Commit erstellt? Das war nicht ganz so einfach wie heute mit `git add . && git commit`. Stattdessen musste man wie folgt vorgehen:\n\n1. Man musste den Index aktualisieren, indem man `update-cache` für jede Datei aufrief, die man hinzufügen wollte.\n2. Dann schrieb man einen neuen Baum, indem man `write-tree` aufrief, wodurch alles herangezogen wurde, was zum Index hinzugefügt worden war.\n3. Man richtete Umgebungsvariablen ein, um Git mitzuteilen, wer man ist.\n4. Dann schrieb man ein Commit-Objekt, indem man `commit-tree` aufrief.\n\nErstellen wir einen Commit im Repository:\n\n```shell\n$ echo content-1 >file-a\n$ update-cache file-a\n$ echo content-2 >file-b\n$ update-cache file-b\n$ write-tree\n3f143dfb48f2d84936626e2e5402e1f10c2050fb\n$ export COMMITTER_NAME=\"Patrick Steinhardt\"\n$ export COMMITER_EMAIL=ps@pks.im\n$ echo \"commit message\" | commit-tree 3f143dfb48f2d84936626e2e5402e1f10c2050fb\nCommitting initial tree 3f143dfb48f2d84936626e2e5402e1f10c2050fb\n5f8e928066c03cebe5fd0a0cc1b93d058155b969\n```\n\nDas ist nicht gerade ergonomisch, aber es funktioniert! Werfen wir einen Blick auf den generierten Commit:\n\n```shell\n$ cat-file 5f8e928066c03cebe5fd0a0cc1b93d058155b969\ntemp_git_file_rlTXtE: commit\n$ cat temp_git_file_rlTXtE\ntree 3f143dfb48f2d84936626e2e5402e1f10c2050fb\nauthor Patrick Steinhardt \u003Cps@pks.im> Wed Mar 26 13:10:16 2025\ncommitter Patrick Steinhardt \u003Cps@pks.im> Wed Mar 26 13:10:16 2025\n\ncommit message\n```\n\nBeachte, dass `cat-file` den Inhalt nicht direkt gedruckt hat, sondern ihn zuerst in eine temporäre Datei geschrieben hat. Der Inhalt der Datei sieht jedoch genauso aus, wie ein moderner Commit aussehen würde.\n\n### Änderungen vornehmen\n\nWie können wir nun den Status der Dateien ermitteln? Vielleicht hast du es erraten: mit `show-diff`:\n\n```shell\n$ show-diff\nfile-a: ok\nfile-b: ok\n\n$ echo modified-content >file-a\n$ show-diff\n--- -\t2025-03-26 13:14:53.457611094 +0100\n+++ file-a\t2025-03-26 13:14:52.230085756 +0100\n@@ -1 +1 @@\n-content-1\n+modified-content\nfile-a:  46d8be14cdec97aac6a769fdbce4db340e888bf8\nfile-b: ok\n```\n\nLustigerweise konnte `show-diff` bereits diffs zwischen dem alten und neuen Zustand der geänderten Datei generieren! Git hat das jedoch erreicht, indem es einfach das Unix-Tool diff(1) ausgeführt hat.\n\nZusammenfassend lässt sich sagen, dass dies zwar alles noch recht spartanisch war, aber das Nötige bot, um den Verlauf nachzuverfolgen. Es gab aber noch viele Einschränkungen:\n\n- Es gab noch keine einfache Möglichkeit, zwischen Commits zu wechseln.\n- Es gab keine Möglichkeit, Protokolle anzuzeigen.\n- Es gab keine Branches, Tags und nicht einmal Referenzen. Von den Benutzer(inne)n wurde erwartet, dass sie die Objekt-IDs manuell verfolgen.- Es gab keine Möglichkeit, zwei Repositories miteinander zu synchronisieren. Stattdessen wurde von den Benutzer(inne)n erwartet, dass sie „rsync(1)“ verwenden, um die `.dircache`-Verzeichnisse zu synchronisieren.\n- Es gab keine Möglichkeit, Merges durchzuführen.\n\n## Git 0.99\n\nDie erste Testversion von Git war Version 0.99. Diese Release kam nur zwei Monate nach dem ersten Commit auf, enthielt aber bereits 1.076 Commits. Es waren fast 50 verschiedene Entwickler(innen) beteiligt. Der häufigste Commiter war zu diesem Zeitpunkt Linus selbst, dicht gefolgt von Junio Hamano, dem aktuellen Betreuer.\n\nViele Dinge hatten sich seit dem ersten Commit geändert:\n\n- Git begann, verschiedene Entwicklungs-Branches mithilfe von Referenzen zu verfolgen, wodurch in den meisten Fällen Objekt-IDs nicht mehr manuell nachverfolgt werden mussten.\n- Es gab ein neues Remote-Protokoll, das es zwei Repositories ermöglichte, Objekte miteinander auszutauschen.\n- Das Verzeichnis `.dircache` wurde in `.git` umbenannt.\n- Es wurde möglich, einzelne Dateien zusammenzuführen.\n\nDie wichtigste offensichtliche Änderung war jedoch die Einführung des Top-Level-Befehls `git` und seiner Unterbefehle. Interessanterweise wurden mit dieser Version auch die Befehle „Plumbing“ und „Porcelain“ eingeführt:\n\n- „Plumbing“-Tools sind Low-Level-Befehle, die auf das zugrunde liegende Git-Repository zugreifen.\n- „Porcelain“-Tools sind Shell-Skripte, die die Plumbing-Befehle einpacken, um eine schönere, hochwertige Benutzeroberfläche zu bieten.Diese Aufteilung existiert auch heute noch, wie in [`git(1)`](https://git-scm.com/docs/git#_high_level_commands_porcelain) dokumentiert ist. Da die meisten Porcelain-Tools jedoch von Shell-Skripten zu C umgeschrieben wurden, verschwimmt die Trennung zwischen den beiden Kategorien mittlerweile deutlich.\n\n## Linus übergibt die Leitung\n\nLinus hat Git nie gegründet, weil sein Herz für Versionskontrollsysteme schlägt, sondern weil er für die Entwicklung des Linux-Kernels eine brauchbare Alternative zu BitKeeper suchte. Daher hatte er nie vor, Git für immer zu leiten. Die Absicht war, es so lange zu leiten, bis er eine(n) vertrauenswürdige(n) Nachfolger(in) gefunden hatte.\n\nDieser Jemand war Junio Hamano. Junio stieg etwa eine Woche nach dem ersten Commit von Linus bei Git ein und hatte nach der Veröffentlichung von Git 0.99 bereits einige hundert Commits im Verlauf. Am 26. Juli 2005 machte [Linus daher Junio zum neuen Betreuer des Git-Projekts](https://lore.kernel.org/git/Pine.LNX.4.58.0507262004320.3227@g5.osdl.org/). Linus trug zwar weiter zu Git bei, doch seine Beteiligung wurde nach und nach immer weniger – nicht verwunderlich, da er als Leiter des Linux-Projektes ziemlich beschäftigt ist.\n\nJunio leitet das Git-Projekt auch heute noch.\n\n> Lies unser großes [Interview mit Linus Torvalds](https://about.gitlab.com/de-de/blog/celebrating-gits-20th-anniversary-with-creator-linus-torvalds/) und erfahre noch mehr über die Geschichte von Git.\n\n## Git 1.0\n\nDie erste größere Version von Git wurde am 21. Dezember 2005 von Junio veröffentlicht. Interessanterweise gab es 34 Releases zwischen Version 0.99 und Version 1.0: 0.99.1 bis 0.99.7, 0.99.7a bis 0.99.7d, 0.99.8 bis 0.99.8g und 0.99.9 bis 0.99.9n.\n\nEiner der wichtigsten Meilensteine seit Version 0.99 war wahrscheinlich der Befehl `git-merge(1)`, der hinzugefügt wurde und mit dem man zwei Bäume zusammenführen kann. Dies ist eine enorme Veränderung zu vorher, wo man im Grunde die Zusammenführungen Datei für Datei skripten musste.\n\n### Remotes\n\nEine weitere wesentliche Änderung war die Einführung der Kurzschreibweise für Remote-Repositories. Während Git bereits wusste, wie man mit Remote-Repositories kommuniziert, mussten Benutzer(innen) jedes Mal die URL angeben, von der sie abrufen wollten, um Änderungen daran vorzunehmen. Dies war ziemlich unpraktisch für die Benutzer(innen), da sie im Normalfall immer wieder mit demselben Remote interagieren wollten.\n\nDu weißt vielleicht, wie Remotes jetzt funktionieren, aber der Vorgang war damals noch deutlich anders. Es gab keinen `git-remote(1)`-Befehl, mit dem man seine Remotes verwalten konnte. Remotes wurden nicht einmal in der Datei `.git/config` gespeichert. Als Remotes in Version 0.99.2 eingeführt wurden, *gab* es in Git nicht einmal Konfigurationsdateien.\n\nStattdessen musste man Remotes konfigurieren, indem man eine Datei in das Verzeichnis `.git/branches` schrieb, was dem heutigen Empfinden nach gegen jegliche Intuition geht. Aber der Mechanismus funktioniert auch heute noch:\n\n```shell\n$ git init repo --\nInitialized empty Git repository in /tmp/repo/.git/\n$ cd repo\n$ mkdir .git/branches\n$ echo https://gitlab.com/git-scm/git.git >.git/branches/origin\n$ git fetch origin refs/heads/master\n```\n\nAber das ist noch nicht alles! Das Verzeichnis wurde bald darauf mit der Git-Version 0.99.5 in „remotes“ umbenannt, also gibt es in einem modernen Git-Client insgesamt drei verschiedene Möglichkeiten, Remotes zu konfigurieren.\n\nDie meisten von euch haben wahrscheinlich weder `.git/branches` noch `.git/remotes` verwendet, denn beide Mechanismen gelten seit 2005 bzw. 2011 als veraltet. Darüber hinaus werden diese Verzeichnisse in Git 3.0 endgültig entfernt.\n\n## Git-Branding\n\nIm Jahr 2007 wurde das erste Git-Logo erstellt. Ob man das schon als Logo bezeichnen kann, ist fraglich, da es nur aus drei roten Minuszeichen über drei grünen Pluszeichen bestand. Dies sollte widerspiegeln, wie die Ausgabe von `git diff` aussah:\n\n![Drei rote Minuszeichen über drei grünen Pluszeichen, die die Ausgabe von `git diff` widerspiegeln](https://res.cloudinary.com/about-gitlab-com/image/upload/v1750097388/Blog/Content%20Images/Blog/Content%20Images/image3_aHR0cHM6_1750097387927.png)\n\nEtwas später, im Jahr 2008, wurde die Website [git-scm.com](https://git-scm.com) veröffentlicht:\n\n![Startseite für git-scm.com im Jahr 2006](https://res.cloudinary.com/about-gitlab-com/image/upload/v1750097388/Blog/Content%20Images/Blog/Content%20Images/image4_aHR0cHM6_1750097387930.png)\n\nIm Jahr 2012 wurde die Git-Webseite von Scott Chacon und Jason Long [überarbeitet](https://lore.kernel.org/git/CAP2yMaJy=1c3b4F72h6jL_454+0ydEQNXYiC6E-ZeQQgE0PcVA@mail.gmail.com/). Sie sieht ziemlich ähnlich aus wie heute:\n\n![Die Git-Website wurde 2012 überarbeitet](https://res.cloudinary.com/about-gitlab-com/image/upload/v1750097388/Blog/Content%20Images/Blog/Content%20Images/image2_aHR0cHM6_1750097387932.png)\n\nDieses neue Design der Website weist das neue rot-orangefarbene Logo von Jason Long auf, das auch derzeit verwendet wird:\n\n![Git-Logo](https://res.cloudinary.com/about-gitlab-com/image/upload/v1750097388/Blog/Content%20Images/Blog/Content%20Images/image1_aHR0cHM6_1750097387934.png)\n\n## Git 2.0\n\nGit begann schon in der Version 1.0, dem modernen Git sehr ähnlich zu sehen. Daher folgt nun der große historische Sprung zu Git 2.0. Diese Version wurde etwa 10 Jahre nach Git 1.0 veröffentlicht und war die erste Version, die absichtlich abwärtskompatible Änderungen in zentralen Workflows enthielt.\n\n### Standardverhalten von `git-push(1)`\n\nDie Änderung, die wohl die meiste Verwirrung in dieser Version verursachte, war das geänderte Standardverhalten von `git-push(1)`.\n\nEs gibt ein paar verschiedene Aktionen, die Git ausführen kann, wenn du in ein Remote-Repository pusht und nicht genau angibst, was genau du pushen möchtest:\n\n- Git kann verweigern, irgendetwas zu tun, und bittet dich um weitere Informationen darüber, was genau du pushen möchtest.\n- Git kann den aktuell ausgecheckten Branch pushen.\n- Git kann den aktuell ausgecheckten Branch pushen, aber nur, wenn es weiß, dass es ein Äquivalent auf der Remote-Seite gibt.\n- Git kann alle deine Branches pushen, die ein Äquivalent auf der Remote-Seite haben.\n\nDas Verhalten des modernen Git ist die sogenannte „einfache“ Strategie, also die dritte der oben angeführten Optionen. Vor Git 2.0 war das Standardverhalten jedoch die „Matching“-Strategie, also die letzte der genannten Optionen.\n\nDie „Matching“-Strategie war deutlich riskanter. Man musste vor dem Pushen immer sicherstellen, dass es in Ordnung war, alle lokalen Branches zu pushen, die ein Äquivalent auf der Remote-Seite haben. Andernfalls hätte man möglicherweise unbeabsichtigt Änderungen gepusht. Daher wurde beschlossen, die Strategie auf die „einfache“ Strategie zu ändern, um das Risiko zu verringern und Einsteiger(inne)n die ersten Schritte mit Git zu erleichtern.\n\n### `git-add(1)`\n\nEine weitere große Änderung war das Standardverhalten von `git-add(1)` im Hinblick auf nachverfolgte Dateien, die gelöscht wurden. Vor Git 2.0 hätte `git-add(1)` gelöschte Dateien nicht automatisch gestaged, sondern du hättest jede gelöschte Datei manuell mit `git-rm(1)` hinzufügen müssen, damit sie Teil des Commits ist. Mit Git 2.0 wurde dieses Verhalten geändert, sodass `git-add(1)` auch gelöschte Dateien zum Index hinzufügt.\n\n## Wir feiern die Git-Community\n\nIch werde dich nicht mit Details darüber langweilen, wie Git heute funktioniert – du nutzt es wahrscheinlich ohnehin täglich, und wenn nicht, gibt es viele tolle Tutorials, die dir beim Einstieg helfen. Stattdessen wollen wir die Git-Community hochleben lassen – sie ist es nämlich, dank der Git auch 20 Jahre später noch wunderbar funktioniert.\n\nIm Laufe der Zeit hat Git:\n\n- 56 721 Commits seit der Veröffentlichung von Git 2.49 erhalten.\n- Beiträge von mehr als 2 000 verschiedenen Personen erhalten.\n- 60 Hauptversionen veröffentlicht.Das Git-Projekt hat auch einen stetigen Zustrom neuer Mitwirkender durch die Teilnahme am [Google Summer of Code](https://summerofcode.withgoogle.com/) und [Outreachy](https://www.outreachy.org/) erfahren. Neue Mitwirkende wie diese werden dafür sorgen, dass das Git-Projekt auch langfristig weitergeführt wird.\n\nDaher möchte ich allen Mitwirkenden von Herzen danken. Es sind eure Beiträge, die Git erst möglich gemacht haben.\n\n## Ein Blick in die Zukunft\n\nEs steht außer Frage, dass Git den Wettlauf um das beste Versionskontrollsystem gewonnen hat. Es hat einen bedeutenden Marktanteil, und es ist nicht einfach, Open-Source-Projekte zu finden, die ein anderes Versionskontrollsystem als Git verwenden. Git hat also eindeutig vieles richtig gemacht.\n\nDennoch ist die Entwicklung nicht stillgestanden und auch in Zukunft werden viele Herausforderungen auf Git warten. Einerseits sind das technische Herausforderungen:\n- Modernisierung einer alternden Codebasis\n- Skalierung mit der ständig wachsenden Größe von Monorepos\n- Bessere Handhabung großer Binärdateien\n\nAndererseits tauchen Probleme sozialer Art auf:\n- Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit von Git\n- Förderung der Git-Community, damit das Projekt langfristig gesund bleibt\n\nEs gibt immer noch viel zu tun und wir bei GitLab sind stolz darauf, Teil dieser Bemühungen zu sein. Gemeinsam können wir sicherstellen, dass Git auch in den nächsten 20 Jahren ein so fantastisches Versionskontrollsystem bleibt.\n\n## Erfahre mehr über Git\n\n- [Wir feiern das 20-jährige Git-Jubiläum mit dessen Erfinder Linus Torvalds](https://about.gitlab.com/de-de/blog/celebrating-gits-20th-anniversary-with-creator-linus-torvalds/)\n- [Was gibt es Neues in Git 2.49.0?](https://about.gitlab.com/de-de/blog/whats-new-in-git-2-49-0/)\n- [Was gibt es Neues in Git 2.48.0?](https://about.gitlab.com/de-de/blog/whats-new-in-git-2-48-0/)\n- [Der Anfängerleitfaden zum „reftable“-Format von Git](https://about.gitlab.com/de-de/blog/a-beginners-guide-to-the-git-reftable-format/)\n",[18],"Patrick Steinhardt","2025-05-20","2025-04-14","20 Jahre GitLab: Begib dich mit uns auf eine Reise",[23,24],"open source","git","Begib dich mit uns auf die Spuren des ersten Commits, die einzigartigen Aspekte der frühen Releases und die Verwirrung, die ein Update des Standardverhaltens von git-push(1) ausgelöst 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Werfen wir einen Blick auf einige bemerkenswerte Highlights dieses Releases, das Beiträge des Git-Teams bei GitLab enthält.\n\n\n## Pluggable Object Databases\n\n\nGit bietet bereits die Möglichkeit, Referenzen entweder mit dem \"files\"-Backend oder dem [\"reftable\"-Backend](https://about.gitlab.com/de-de/blog/a-beginners-guide-to-the-git-reftable-format/) zu speichern. Dies wird durch geeignete Abstraktionen in Git ermöglicht, die verschiedene Backends zulassen.\n\n\nReferenzen sind aber nur einer der beiden wichtigen Datentypen, die in Repositories gespeichert werden – der andere sind Objekte. Objekte werden in der Object Database gespeichert, und jede Object Database wiederum besteht aus mehreren Objektquellen, aus denen Objekte gelesen oder in die geschrieben werden kann. Jede Objektquelle speichert einzelne Objekte entweder als sogenannte \"Loose\"-Objekte oder komprimiert mehrere Objekte in ein \"Packfile\" im Verzeichnis `.git/objects`.\n\n\nBisher hatten diese Quellen jedoch keine echte Abstraktionsschicht, sodass das Speicherformat für Objekte komplett in Git fest verdrahtet war. Das ändert sich nun endlich mit Pluggable Object Databases! Das Konzept ist unkompliziert und ähnlich wie bei Referenzen: Statt fest verdrahteter Codepfade für die Objektspeicherung wird eine Abstraktionsschicht eingeführt, die verschiedene Backends für die Objektspeicherung ermöglicht.\n\n\nObwohl die Idee einfach ist, ist die Umsetzung komplex, da es überall in Git fest verdrahtete Annahmen über die verwendeten Speicherformate gibt. Die Arbeit an diesem Thema begann bereits mit Git 2.48, das im Januar 2025 veröffentlicht wurde. Der anfängliche Fokus lag darauf, objektbezogene Subsysteme eigenständig zu machen und geeignete Subsysteme für die bestehenden Backends in Git zu erstellen.\n\n\nMit Git 2.54 wurde nun ein Meilenstein erreicht: Das Object-Database-Backend ist jetzt pluggable. Noch wird nicht die gesamte Funktionalität von Git abgedeckt, aber die Einführung eines alternativen Backends, das eine sinnvolle Teilmenge der Operationen verarbeitet, ist jetzt ein realistisches Unterfangen.\n\n\nDerzeit funktionieren nur lokale Workflows wie das Erstellen von Commits, das Anzeigen von Commit-Graphen oder das Durchführen von Merges mit einer solchen alternativen Implementierung. Ausgenommen ist insbesondere alles, was mit einem Remote interagiert, zum Beispiel beim Fetchen oder Pushen von Änderungen. Dennoch ist dies das Ergebnis von fast zwei Jahren Arbeit über fast 400 Commits, die Upstream gemergt wurden, und die Arbeit daran wird natürlich fortgesetzt.\n\n\nWarum ist das relevant? Die Idee ist, dass es praktikabel wird, neue Speicherformate in Git einzuführen. Beispiele könnten sein:\n\n- Ein Speicherformat, das große Binärdateien effizienter speichern kann als es Packfiles heute tun\n\n- Ein Speicherformat, das speziell auf GitLab zugeschnitten ist, um Repositories noch effizienter bereitstellen zu können\n\n\nDies ist ein groß angelegtes Vorhaben, das die Zukunft von Git und GitLab maßgeblich prägen dürfte.\n\n\n*Dieses Projekt wurde von [Patrick Steinhardt](https://gitlab.com/pks-gitlab) geleitet.*\n\n\n## Einfachere Bearbeitung der Commit-Historie\n\n\nIn vielen Softwareentwicklungsprojekten ist es gängige Praxis, nicht nur den Code zu verfeinern, sondern auch die Commit-Historie zu bereinigen, damit sie leicht überprüfbar ist. Das Ergebnis ist eine Reihe kleiner, atomarer Commits, die jeweils eine Sache tun, mit einer guten Commit-Nachricht, die die Intention des Commits sowie spezifische Nuancen beschreibt.\n\n\nNatürlich entstehen diese atomaren Commits meist nicht einfach von selbst während des Entwicklungsprozesses. Stattdessen gewinnt die Person, die die Änderungen erstellt, durch Iteration ein besseres Verständnis dafür, und die Art und Weise, die Commits aufzuteilen, wird mit der Zeit klarer. Darüber hinaus kann der anschließende Review-Prozess zu Feedback führen, das Änderungen an den erstellten Commits erfordert.\n\n\nDie Konsequenz dieses Prozesses ist, dass die Commit-Historie im Laufe der Entwicklung viele Male umgeschrieben werden muss. Historisch hat Git dafür [interaktive Rebases](https://git-scm.com/docs/git-rebase#_interactive_mode) vorgesehen. Diese interaktiven Rebases sind ein extrem leistungsfähiges Werkzeug: Sie ermöglichen es, Commits umzuordnen, Commit-Nachrichten umzuschreiben, mehrere Commits zusammenzufassen oder beliebige Bearbeitungen an jedem Commit vorzunehmen.\n\n\nAllerdings sind sie auch etwas kryptisch und schwer zu verstehen. Man muss den Basis-Commit für den Rebase bestimmen, verstehen, wie ein etwas obskures \"Instruction Sheet\" zu bearbeiten ist, und sich mit dem zustandsbehafteten Rebase-Prozess auskennen. Zum Beispiel wird beim Rebase eines Topic-Branch ein Instruction Sheet wie das folgende angezeigt:\n\n\n```shell\npick b60623f382 # t: detect errors outside of test cases # empty\npick b80cb55882 # t: prepare `test_match_signal ()` calls for `set -e`\npick 5ffe397f30 # t: prepare `test_must_fail ()` for `set -e`\npick 5e9b0cf5e1 # t: prepare `stop_git_daemon ()` for `set -e`\npick 299561e7a2 # t: prepare `git config --unset` calls for `set -e`\npick ed0e7ca2b5 # t: detect errors outside of test cases\n```\n\n\nInteraktive Rebases sind also zwar leistungsfähig, aber auch ziemlich einschüchternd für durchschnittliche Nutzende.\n\n\nDas muss aber nicht so sein. Tools wie [Jujutsu](https://www.jj-vcs.dev/latest/) bieten Interfaces, die im Vergleich zu Git deutlich einfacher zu benutzen sind – zum Beispiel kann man einfach `jj split` ausführen, um einen Commit in zwei aufzuteilen. Bei Git mit interaktiven Rebases erfordert dieser Anwendungsfall viele verschiedene Schritte mit verwirrenden Befehlszeilenargumenten.\n\n\nInspiriert von Jujutsu wurde daher ein neuer Befehl git-history(1) in Git eingeführt, der die Grundlage für eine bessere Bearbeitung der Historie bildet. Derzeit hat dieser Befehl zwei Unterbefehle:\n\n\n- `git history reword` ermöglicht das einfache Umschreiben einer Commit-Nachricht. Man gibt den Commit an, dessen Nachricht umformuliert werden soll, Git fragt nach der neuen Commit-Nachricht, und das war's.\n\n- `git history split` ermöglicht das Aufteilen eines Commits in zwei, inspiriert von `jj split`. Man gibt einen Commit an, Git fragt, welche Änderungen in welchen Commit aufgenommen werden sollen und nach den beiden Commit-Nachrichten, und dann ist man fertig.\n\n\nDas ist natürlich erst der Anfang, und im Laufe der Zeit sollen weitere Unterbefehle hinzukommen. Zum Beispiel:\n\n\n- `git history fixup` um gestagete Änderungen automatisch in einen bestimmten Commit einzufügen\n\n- `git history drop` um einen Commit zu entfernen\n\n- `git history reorder` um die Reihenfolge von Commits zu ändern\n\n- `git history squash` um eine Reihe von Commits zusammenzufassen\n\n\nAber das ist noch nicht alles! Zusätzlich zur einfachen Bearbeitung der Historie kann dieser neue Befehl auch automatisch alle lokalen Branches rebasen, die den bearbeiteten Commit zuvor enthielten. Das bedeutet, man kann sogar einen Commit bearbeiten, der nicht auf dem aktuellen Branch liegt, und alle Branches, die den Commit enthalten, werden umgeschrieben.\n\n\nEs mag zunächst überraschend erscheinen, dass Git automatisch abhängige Branches rebast, da dies eine deutliche Abweichung von der Funktionsweise von git-rebase(1) darstellt. Dies ist aber Teil eines größeren Vorhabens, um bessere Unterstützung für Stacked Diffs in Git zu bringen – eine Methode, eine Reihe mehrerer abhängiger Branches zu erstellen, die unabhängig voneinander überprüft werden können, aber gemeinsam auf ein größeres Ziel hinarbeiten.\n\n\n*Dieses Projekt wurde von [Patrick Steinhardt](https://gitlab.com/pks-gitlab) mit Unterstützung von [Elijah Newren](https://github.com/newren) geleitet.*\n\n\n## Ein nativer Ersatz für git-sizer(1)\n\n\nDie Größe eines Git-Repositorys ist ein wichtiger Faktor, der bestimmt, wie gut Git und GitLab damit umgehen können. Aber die Größe allein ist nicht der einzige Faktor, da die Performance eines Repositorys letztlich eine Kombination aus mehreren verschiedenen Dimensionen ist:\n\n\n- Die Tiefe der Commit-Historie\n\n- Die Struktur des Verzeichnisbaums\n\n- Die Größe der im Repository gespeicherten Dateien\n\n- Die Anzahl der Referenzen\n\n\nDas sind nur einige der Dimensionen, die berücksichtigt werden müssen, wenn man vorhersagen will, ob Git ein Repository gut verarbeiten kann.\n\n\nObwohl klar ist, dass die reine Repository-Größe nicht ausreicht, bietet Git selbst keine Tools, die einen einfachen Überblick über diese Metriken geben. Stattdessen ist man auf Drittanbieter-Tools wie [git-sizer(1)](https://github.com/github/git-sizer) angewiesen, um diese Lücke zu füllen. Dieses Tool leistet hervorragende Arbeit bei der Darstellung dieser Informationen, ist aber kein Bestandteil von Git und muss daher separat installiert werden.\n\n\nObservability von Repository-Interna ist bei GitLab entscheidend, daher wurde in [Git 2.52 ein neuer `git repo structure`-Befehl eingeführt](https://about.gitlab.com/de-de/blog/whats-new-in-git-2-52-0/#new-subcommand-for-git-repo1-to-display-repository-metrics), um Repository-Metriken anzuzeigen, der in Git 2.53 erweitert wurde, um [inflated und Disk-Sizes für Objekte nach Typ anzuzeigen](https://about.gitlab.com/blog/whats-new-in-git-2-53-0/#more-data-collected-in-git-repo-structure).\n\n\nIn Git 2.54 wird dieser Befehl weiter ausgebaut, sodass nicht nur die Gesamtgröße angezeigt wird, sondern auch die größten Objekte nach Typ:\n\n\n```shell\n$ git clone https://gitlab.com/git-scm/git.git\n$ cd git\n$ git repo structure\nCounting objects: 410445, done.\n| Repository structure      | Value       |\n| ------------------------- | ----------- |\n| * References              |             |\n|   * Count                 |    1.01 k   |\n|     * Branches            |       1     |\n|     * Tags                |    1.00 k   |\n|     * Remotes             |       9     |\n|     * Others              |       0     |\n|                           |             |\n| * Reachable objects       |             |\n|   * Count                 |  410.45 k   |\n|     * Commits             |   83.99 k   |\n|     * Trees               |  164.46 k   |\n|     * Blobs               |  161.00 k   |\n|     * Tags                |    1.00 k   |\n|   * Inflated size         |    7.46 GiB |\n|     * Commits             |   57.53 MiB |\n|     * Trees               |    2.33 GiB |\n|     * Blobs               |    5.07 GiB |\n|     * Tags                |  737.48 KiB |\n|   * Disk size             |  181.37 MiB |\n|     * Commits             |   33.11 MiB |\n|     * Trees               |   40.58 MiB |\n|     * Blobs               |  107.11 MiB |\n|     * Tags                |  582.67 KiB |\n|                           |             |\n| * Largest objects         |             |\n|   * Commits               |             |\n|     * Maximum size    [1] |   17.23 KiB |\n|     * Maximum parents [2] |      10     |\n|   * Trees                 |             |\n|     * Maximum size    [3] |   58.85 KiB |\n|     * Maximum entries [4] |    1.18 k   |\n|   * Blobs                 |             |\n|     * Maximum size    [5] | 1019.51 KiB |\n|   * Tags                  |             |\n|     * Maximum size    [6] |    7.13 KiB |\n\n[1] f6ecb603ff8af608a417d7724727d6bc3a9dbfdf\n[2] 16d7601e176cd53f3c2f02367698d06b85e08879\n[3] 203ee97047731b9fd3ad220faa607b6677861a0d\n[4] 203ee97047731b9fd3ad220faa607b6677861a0d\n[5] aa96f8bc361fd84a1459440f1e7de02ab0dc3543\n[6] 07e38db6a5a03690034d27104401f6c8ea40f1fc\n```\n\n\nMit diesen Informationen ist die Funktionsparität mit git-sizer(1) nahezu erreicht. Ganz fertig ist die Arbeit aber noch nicht – geplant sind weitere Features wie:\n\n\n- Severity Levels wie sie in git-sizer(1) existieren\n\n- Graphen, die die Verteilung der Objektgrößen visualisieren\n\n- Die Möglichkeit, Objekte zu scannen, die über eine Teilmenge von Referenzen erreichbar sind\n\n\n*Dieses Projekt wurde von [Justin Tobler](https://gitlab.com/justintobler) geleitet.*\n\n\n## Neue Infrastruktur für Repository-Wartung\n\n\nBeim Schreiben von Daten in ein Git-Repository entstehen in der Regel weitere Loose-Objekte. Ohne Verwaltung führt dies zu einer großen Anzahl separater Dateien im Verzeichnis `.git/objects/`, was mehrere Operationen verlangsamt, die auf viele Objekte gleichzeitig zugreifen wollen. Git packt diese Objekte daher regelmäßig in \"Packfiles\", um eine gute Performance sicherzustellen.\n\n\nDas ist aber nicht die einzige Datenstruktur, die im Laufe der Zeit ineffizient werden kann: Das Aktualisieren von Referenzen kann Loose-Referenzen erzeugen, Reflogs müssen getrimmt, Worktrees können veralten, und Caches wie Commit-Graphen müssen regelmäßig aktualisiert werden.\n\n\nAll diese Aufgaben wurden historisch von [git-gc(1)](https://git-scm.com/docs/git-gc) verwaltet. Dieses Tool hat jedoch eine monolithische Architektur, in der es im Grunde alle erforderlichen Aufgaben sequenziell ausführt. Diese Grundlage ist schwer erweiterbar und bietet wenig Flexibilität, wenn die Wartung leicht angepasst werden soll.\n\n\nDas Git-Projekt führte in Git 2.29 das neue Tool [git-maintenance(1)](https://git-scm.com/docs/git-maintenance) ein. Im Gegensatz zu git-gc(1) ist git-maintenance(1) nicht monolithisch, sondern um Tasks herum strukturiert. Diese Tasks sind frei konfigurierbar, sodass kontrolliert werden kann, welche Tasks ausgeführt werden, was eine deutlich feinere Kontrolle über die Repository-Wartung ermöglicht.\n\n\nSchließlich wurde Git standardmäßig auf git-maintenance(1) umgestellt. Zu Beginn war allerdings der einzige standardmäßig aktivierte Task der git-gc(1)-Task, der – wie der Name vermuten lässt – einfach `git gc` ausführt. Um die Wartung manuell mit dem neuen Befehl auszuführen, kann `git maintenance run` aufgerufen werden, aber Git führt dies auch automatisch nach verschiedenen anderen Befehlen aus.\n\n\nIn den letzten Releases wurden alle einzelnen Tasks implementiert, die von git-gc(1) unterstützt werden, auch in git-maintenance(1), um Funktionsparität zwischen den beiden Tools sicherzustellen.\n\n\nDarüber hinaus wurde ein neuer Task implementiert, der Gits moderne Architektur für das Repacking von Objekten mit [Geometric Compaction](https://git-scm.com/docs/git-repack#Documentation/git-repack.txt---geometricfactor) nutzt. Geometric Compaction eignet sich deutlich besser für große Monorepos, und mit den Arbeiten zur Kompatibilität mit Partial Clones, [die in Git 2.53 eingeflossen sind](https://about.gitlab.com/de-de/blog/whats-new-in-git-2-53-0/#geometric-repacking-support-with-promisor-remotes), stellen sie jetzt einen vollständigen Ersatz für die bisherige Repacking-Strategie in Git dar.\n\n\nMit Git 2.54 wurde nun ein weiterer bedeutender Meilenstein erreicht: Statt der bisherigen git-gc(1)-basierten Strategie wird jetzt standardmäßig Geometric Repacking mit feingranularen individuellen Wartungs-Tasks verwendet! Neben der höheren Effizienz für große Monorepos stellt dies auch eine einfachere Grundlage für zukünftige Weiterentwicklungen sicher.\n\n\n*Die git-maintenance(1)-Infrastruktur wurde ursprünglich von [Derrick Stolee](https://github.com/derrickstolee) implementiert, und Geometric Maintenance wurde von [Taylor Blau](https://github.com/ttaylorr) eingeführt. Die Arbeit zur Einführung der neuen feingranularen Tasks und die Migration zur neuen Wartungsstrategie wurde von [Patrick Steinhardt](https://gitlab.com/pks-gitlab) geleitet.*\n\n\n## Weiterlesen\n\n\nDieser Artikel hat nur einige der Beiträge hervorgehoben, die von GitLab und der breiteren Git-Community zu diesem aktuellen Release geleistet wurden. Weitere Informationen dazu finden sich in der [offiziellen Release-Ankündigung](https://lore.kernel.org/git/xmqqa4uxsjrs.fsf@gitster.g/T/#u) des Git-Projekts. Außerdem lohnt sich ein Blick in die [früheren Git-Release-Blogposts](https://about.gitlab.com/blog/tags/git/), um weitere vergangene Highlights der Beiträge von GitLab-Teammitgliedern zu sehen.\n",{"slug":680,"featured":31,"template":13},"whats-new-in-git-2-54-0",{"content":682,"config":692},{"title":683,"description":684,"authors":685,"heroImage":687,"date":688,"body":689,"category":9,"tags":690,"updatedDate":688},"Kubernetes: Container-Orchestrierung verstehen und einsetzen","Kubernetes (K8s) für containerisierte Anwendungen: Dieser Artikel erklärt Architektur, Vorteile, Grenzen und den Einsatz mit GitLab.",[686],"GitLab Team","https://res.cloudinary.com/about-gitlab-com/image/upload/v1749660215/Blog/Hero%20Images/kubernetes-container-orchestration-solution.jpg","2026-03-02","Kubernetes automatisiert die Bereitstellung und Verwaltung\ncontainerisierter Anwendungen in großem Maßstab. Mit der Zeit ist\nKubernetes zu einem zentralen Werkzeug für die Anwendungsentwicklung\ngeworden – etwa in den Bereichen\n[Microservices](https://about.gitlab.com/de-de/topics/microservices/),\nWebanwendungen und Datenbanken. Leistungsfähigkeit und Skalierbarkeit\nmachen K8s heute zum anerkannten Standard im Container-Management.\n\nDieser Artikel bietet einen umfassenden Einstieg in Kubernetes.\n\n## Was ist Kubernetes?\n\nKubernetes ist ein Open-Source-System zur effizienten Orchestrierung von\nContainern einer Softwareanwendung. Containerisierung ist ein weit\nverbreiteter Ansatz in der Anwendungsentwicklung – besonders im Bereich\nder digitalen Transformation und der Cloud.\n\nZur Erinnerung: **Containerisierung ist eine Methode der\nAnwendungsentwicklung, bei der die Komponenten einer Anwendung in\nstandardisierte, geräte- und betriebssystemunabhängige Einheiten –\nsogenannte Container – zusammengefasst werden.** Durch die Isolierung von\nAnwendungen von ihrer Umgebung erleichtert diese Technologie die\nBereitstellung und Portabilität und reduziert Kompatibilitätsprobleme.\n\nHier kommt Kubernetes ins Spiel. Container ermöglichen zwar die Aufteilung\nvon Anwendungen in kleinere, eigenständige Module, die leichter\nbereitzustellen sind. Damit Container jedoch innerhalb einer Anwendung\nzusammenarbeiten können, ist ein übergeordnetes Verwaltungssystem\nerforderlich. Genau das leistet Kubernetes: Die Plattform steuert, wo und\nwie Container ausgeführt werden, und ermöglicht so die Orchestrierung und\nPlanung containerisierter Anwendungen in großem Maßstab.\n\n> Weitere [GitLab-Artikel zu Kubernetes](https://about.gitlab.com/de-de/blog/tags/kubernetes/).\n\n## Wie funktioniert eine Kubernetes-Architektur?\n\nUm die Kubernetes-Architektur zu verstehen, sind einige grundlegende\nKonzepte wichtig – allen voran das des Clusters, der die umfassendste\nEinheit innerhalb der Architektur darstellt. Ein Kubernetes-Cluster ist\ndie Gesamtheit der virtuellen oder physischen Maschinen, auf denen eine\ncontainerisierte Anwendung betrieben wird.\n\n![Komponenten von\nKubernetes](https://res.cloudinary.com/about-gitlab-com/image/upload/v1749673941/Blog/Content%20Images/components-of-kubernetes.png)\n\nQuelle:\n[Kubernetes](https://kubernetes.io/docs/concepts/overview/components/).\n\nEin Cluster besteht aus verschiedenen Elementen:\n- Node: Eine Arbeitseinheit im Kubernetes-Cluster – eine virtuelle oder\nphysische Maschine, die Aufgaben im Auftrag der Anwendung übernimmt.\n- Pod: Der kleinste bereitstellbare Baustein in Kubernetes. Ein Pod ist\neine Gruppe von Containern, die gemeinsam auf demselben Node ausgeführt\nwerden. Container innerhalb eines Pods teilen dasselbe Netzwerk und\nkommunizieren über localhost miteinander.\n- Service: Ein Kubernetes-Service macht einen Pod für das Netzwerk oder\nandere Pods zugänglich und bietet einen stabilen, klar definierten\nZugangspunkt zu den in Pods gehosteten Anwendungen.\n- Volume: Eine Ordnerabstraktion, die Probleme beim Teilen und Abrufen\nvon Dateien innerhalb eines Containers löst.\n- Namespace: Ein Namespace ermöglicht die Gruppierung und Isolierung von\nRessourcen zu einem virtuellen Cluster.\n\nDie Kubernetes-Architektur basiert auf zwei Knotentypen: dem Master Node\nund den Worker Nodes. Der Master Node ist für die übergeordnete Verwaltung\ndes Kubernetes-Clusters und die Kommunikation mit den Worker Nodes\nzuständig. Zu seinen zentralen Komponenten zählt die API als\nKommunikationszentrum zwischen Nutzenden und Cluster. Das\n[etcd](https://kubernetes.io/docs/concepts/overview/components/#etcd)\nist die Key-Value-Datenbank, in der Konfigurationen, Systemzustand und\nObjekt-Metadaten gespeichert werden. Der Controller Manager koordiniert\nHintergrundoperationen wie die Pod-Replikation, der Scheduler platziert\nPods auf Nodes entsprechend der verfügbaren Ressourcen.\n\nWorker Nodes hingegen sind die Maschinen, auf denen die in den Pods\nenthaltenen Anwendungen ausgeführt und verwaltet werden. Das\n[kubelet](https://kubernetes.io/docs/concepts/overview/components/#kubelet)\nist der Agent, der auf jedem Node läuft und mit dem Master kommuniziert,\num Befehle zu empfangen und den Status der Pods zu übermitteln. Der\nNetzwerk-Proxy\n[kube-proxy](https://kubernetes.io/docs/concepts/overview/components/)\npflegt die Netzwerkregeln auf den Nodes und ermöglicht so den Zugriff auf\nServices von außerhalb des Kubernetes-Clusters. Die Container-Runtime\nschließlich ist die Software, die für die Ausführung und Verwaltung der\nContainer innerhalb der Pods verantwortlich ist.\n\n### Die Rolle von Docker\n\nBei allen Komponenten eines K8s-Clusters ist die Wahl der Runtime innerhalb\nder Worker Nodes von Bedeutung. Verschiedene Softwarelösungen stehen dafür\nzur Verfügung, etwa CRI-O – Docker ist jedoch das am häufigsten eingesetzte\nWerkzeug.\n\n### Was ist der Unterschied zwischen Docker und Kubernetes?\n\nDocker ist eine Open-Source-Lösung, die speziell auf Container-Ebene\neingesetzt wird. Sie ermöglicht die Paketierung von Containern in einem\nstandardisierten und schlanken Format, was ihre Portabilität in\nverschiedenen Umgebungen erhöht. Docker ist damit ein ergänzendes Werkzeug\nzu K8s: Es vereinfacht die Verwaltung der Container selbst, während\nKubernetes deren Integration und Kommunikation innerhalb der Anwendung\nerleichtert.\n\n## Welche Vorteile bietet Kubernetes?\n\nSeit dem Start durch Google im Jahr 2014 und der ersten stabilen Version\nim Juli 2015 hat sich Kubernetes als Referenz im Bereich der\nContainer-Orchestrierung etabliert – insbesondere für\nMicroservice-orientierte Architekturen. Diese Verbreitung ist vor allem\nauf die Leistungsfähigkeit von K8s in der Container-Orchestrierung\nzurückzuführen.\n\nDie Vorteile von Kubernetes im Überblick:\n- Automatisierung: Kubernetes erleichtert die Automatisierung von Aufgaben\nrund um Bereitstellung, Skalierung und Aktualisierung containerisierter\nAnwendungen.\n- Flexibilität: Die Software passt sich an unterschiedliche\nContainer-Technologien sowie verschiedene Hardware-Architekturen und\nBetriebssysteme an.\n- Skalierbarkeit: K8s ermöglicht die Bereitstellung und Verwaltung\ntausender Container – unabhängig von deren Status: laufend, pausiert oder\ngestoppt.\n- Migration: Anwendungen lassen sich zu Kubernetes migrieren, ohne den\nQuellcode ändern zu müssen.\n- Multi-Cluster-Unterstützung: Kubernetes verwaltet zentral mehrere\nContainer-Cluster, die über verschiedene Infrastrukturen verteilt sind.\n- Update-Management: Die Software unterstützt Rolling-Update-Deployments,\num Anwendungen ohne Serviceunterbrechung zu aktualisieren.\n\n## Ein robustes und skalierbares Ökosystem\n\nKubernetes zeichnet sich durch die Fähigkeit aus, Container effizient und\nzuverlässig zu verwalten und dabei unabhängig von Cloud-Infrastrukturanbietern\nzu bleiben. Die modulare Architektur passt sich den spezifischen\nAnforderungen jedes Unternehmens an und unterstützt ein breites Spektrum\nan Anwendungen und Diensten – von Webservices über Datenverarbeitung bis\nhin zu mobilen Anwendungen.\n\nKubernetes profitiert dabei von einem umfangreichen und aktiven\nOpen-Source-Ökosystem. Verwaltet von der Cloud Native Computing Foundation\n([CNCF](https://www.cncf.io/)), wird K8s von tausenden Entwicklerinnen\nund Entwicklern weltweit unterstützt, die kontinuierlich zur\nWeiterentwicklung des Projekts und seiner Funktionen beitragen.\n\n## Was sind die Grenzen von Kubernetes?\n\nDie Stärken von Kubernetes machen es für viele Entwicklungsteams im\nCloud-nativen Bereich zur soliden Grundlage. Dennoch lohnt es sich,\neinige Einschränkungen zu benennen. Kubernetes erfordert fundierte\ntechnische Kenntnisse sowie die Einarbeitung in neue Entwicklungskonzepte\nund -methoden. Die Konfiguration kann zu Beginn eines Projekts komplex\nsein – ist dabei aber entscheidend, insbesondere für die Absicherung der\nPlattform. Ein erfahrenes Entwicklungsteam mit K8s-Kenntnissen ist daher\nein wesentlicher Vorteil.\n\nEine weitere Herausforderung ist die Implementierung und Wartung einer\nK8s-Architektur, die Zeit und Ressourcen erfordert – vor allem für die\nAktualisierung der verschiedenen Komponenten und Softwareteile. Dabei\nstellt sich auch die Frage nach möglichem Oversizing: Bei kleineren\nAnwendungen oder Projekten ohne besondere Skalierungsanforderungen kann\neine einfachere Architektur ausreichend und wirtschaftlicher sein.\n\n## Kubernetes im Unternehmenseinsatz\n\nZehntausende Unternehmen haben eine Kubernetes-Architektur für ihre\ndigitale Transformation übernommen. K8s wird von Organisationen aller\nGrößen genutzt – von Startups bis zu multinationalen Konzernen.\n\nEin Beispiel für eine erfolgreiche Integration ist Haven Technologies.\nDas Unternehmen hat seine SaaS-Dienste zu K8s migriert. Dabei setzt es\nauf eine Kubernetes-Strategie mit der GitLab-DevSecOps-Plattform –\nmit messbaren Verbesserungen bei Effizienz, Sicherheit und\nEntwicklungsgeschwindigkeit. Weitere Details in der\n[Kundenreferenz](https://about.gitlab.com/customers/haven-technologies/).\n\n## Kubernetes, Git und GitLab\n\nKubernetes, Git und GitLab sind zentrale Bausteine der DevOps-Landschaft.\nKubernetes bietet hohe Flexibilität bei der Bereitstellung und Verwaltung\nder verschiedenen Anwendungskomponenten. GitLab – aufgebaut auf Git und\ndessen nativer Versionskontrolle – ermöglicht eine präzise Nachverfolgung\nvon Quellcode und Änderungen und stellt eine umfassende Werkzeugsammlung\nfür den gesamten Software-Entwicklungslebenszyklus bereit.\n\nDiese Kombination schafft gemeinsam mit einem\n[GitOps-Ansatz](https://about.gitlab.com/de-de/topics/gitops/), der die\nAutomatisierung moderner Cloud-Infrastrukturen zum Ziel hat, eine agile\nUmgebung für Anwendungsentwicklung und -bereitstellung. Alle\n[GitLab-Lösungen für den Einsatz mit Kubernetes](https://about.gitlab.com/de-de/solutions/kubernetes/)\nim Überblick.\n\n## Kubernetes FAQ\n\n### Welche Alternativen zu K8s gibt es?\n\nEs gibt verschiedene Alternativen zu Kubernetes, darunter Docker Swarm\nund Marathon. Kubernetes gilt jedoch als die ausgereifteste und am\nweitesten verbreitete Lösung auf dem Markt. Die große Nutzerbasis,\numfangreiche Dokumentation und eine aktive Community machen K8s zur\nsoliden Wahl für alle, die ein Container-Orchestrierungssystem einsetzen\nmöchten.\n\n### Was ist ein Kubernetes-Cluster?\n\nEin Kubernetes-Cluster besteht aus einem Master Node und mehreren Worker\nNodes. Der Master Node koordiniert die Aufgaben im Cluster, während die\nWorker Nodes diese Orchestrierungsaufgaben ausführen und die Container\nhosten. K8s-Cluster sind hoch skalierbar – Nodes lassen sich hinzufügen\noder entfernen, um die Clusterressourcen an die Anforderungen der Anwendung\nanzupassen.\n\n### Wie startet man mit Kubernetes?\n\nZunächst ist die Installation der Kubernetes-Software in einer kompatiblen\nUmgebung (Linux, macOS oder Windows) erforderlich. Kubernetes lässt sich\nsowohl in einer klassischen Hosting-Umgebung als auch in der Cloud\ninstallieren – etwa auf Google Kubernetes Engine oder Amazon EKS. Nach\ndem Download und der Installation von der offiziellen Website folgt die\nErstkonfiguration zur Verbindung von Master und Worker Nodes. Danach ist\ndie erste Anwendung mit Kubernetes einsatzbereit.\n\n### Warum Kubernetes wählen?\n\nKubernetes bietet hohe Flexibilität und vollständige Portabilität zwischen\nverschiedenen Cloud-Plattformen oder On-Premises-Infrastrukturen. Durch\ndie Automatisierung von Orchestrierungsaufgaben lassen sich Ressourcen\noptimieren und Betriebskosten senken. Das Kubernetes-Ökosystem ist\numfangreich und wird von einer großen Open-Source-Community\nkontinuierlich weiterentwickelt.\n\n## Mehr erfahren\n\n- [Logs über das GitLab Dashboard für Kubernetes streamen](https://about.gitlab.com/blog/how-to-stream-logs-through-the-gitlab-dashboard-for-kubernetes/)\n- [Kubernetes-Überblick: Cluster-Daten im Frontend verwalten](https://about.gitlab.com/blog/kubernetes-overview-operate-cluster-data-on-the-frontend/)\n- [Cloud-Account-Management für Kubernetes-Zugriff vereinfachen](https://about.gitlab.com/blog/simplify-your-cloud-account-management-for-kubernetes-access/)\n",[691,23],"kubernetes",{"slug":693,"featured":31,"template":13},"kubernetes-the-container-orchestration-solution",{"content":695,"config":704},{"title":696,"description":697,"authors":698,"date":700,"body":701,"heroImage":702,"category":9,"tags":703},"Was ist neu in Git 2.53.0?","Alles, was du über dieses Release wissen musst, darunter Fixes für geometrisches Repacking, Updates zu den Commit-Signature-Handling-Optionen von git-fast-import(1) und mehr.",[699],"Justin Tobler","2026-02-02","Das Git-Projekt hat kürzlich [Git 2.53.0](https://lore.kernel.org/git/xmqq4inz13e3.fsf@gitster.g/T/#u) veröffentlicht. Schauen wir uns einige Highlights dieses Releases an, das auch Beiträge vom Git-Team bei GitLab enthält.\n\n## Unterstützung für geometrisches Repacking mit Promisor Remotes\n\nNeu geschriebene Objekte in einem Git-Repository werden oft als einzelne Loose Files gespeichert. Um gute Performance und optimale Nutzung des Speicherplatzes zu gewährleisten, werden diese Loose Objects regelmäßig in sogenannte Packfiles komprimiert. Die Anzahl der Packfiles in einem Repository wächst im Laufe der Zeit durch die Aktivitäten des Users, wie das Schreiben neuer Commits oder das Fetchen von einem Remote. Je mehr Packfiles sich in einem Repository befinden, desto mehr Arbeit hat Git beim Nachschlagen einzelner Objekte. Um die optimale Repository-Performance zu erhalten, werden Packfiles daher regelmäßig über git-repack(1) neu gepackt, um die Objekte in weniger Packfiles zu konsolidieren. Beim Repacking gibt es zwei Strategien: „All-into-One\" und „Geometric\".\n\nDie All-into-One-Strategie ist relativ unkompliziert und derzeit der Standard. Wie der Name schon sagt, werden alle Objekte im Repository in ein einziges Packfile gepackt. Aus Performance-Sicht ist das großartig für das Repository, da Git nur ein einzelnes Packfile durchsuchen muss, um Objekte nachzuschlagen. Der Hauptnachteil dieser Repacking-Strategie ist, dass die Berechnung eines einzigen Packfiles für ein Repository bei großen Repositories erheblich viel Zeit in Anspruch nehmen kann.\n\nDie Geometric-Strategie hilft, dieses Problem zu entschärfen, indem sie eine geometrische Progression von Packfiles basierend auf ihrer Größe beibehält, anstatt immer in ein einziges Packfile neu zu packen. Also: Beim Repacking pflegt Git eine Reihe von Packfiles, die nach Größe geordnet sind, wobei jedes Packfile in der Sequenz mindestens doppelt so groß sein soll wie das vorhergehende Packfile. Wenn ein Packfile in der Sequenz diese Eigenschaft verletzt, werden Packfiles bei Bedarf kombiniert, bis die Progression wiederhergestellt ist. Diese Strategie hat den Vorteil, dass sie die Anzahl der Packfiles in einem Repository minimiert und gleichzeitig den Arbeitsaufwand für die meisten Repacking-Operationen minimiert.\n\nEin Problem mit der geometrischen Repacking-Strategie war, dass sie nicht mit Partial Clones kompatibel war. Partial Clones ermöglichen es dir, nur Teile eines Repositorys zu klonen, indem du zum Beispiel alle Blobs größer als 1 Megabyte überspringst. Das kann die Größe eines Repositorys erheblich reduzieren, und Git weiß, wie es fehlende Objekte nachträglich abrufen kann, auf die es zu einem späteren Zeitpunkt zugreifen muss.\n\nDas Ergebnis ist ein Repository, dem einige Objekte fehlen, und jedes Objekt, das möglicherweise nicht vollständig verbunden ist, wird in einem „Promisor\"-Packfile gespeichert. Beim Repacking muss diese Promisor-Eigenschaft für Packfiles, die ein Promisor-Objekt enthalten, beibehalten werden, damit bekannt ist, ob ein fehlendes Objekt erwartet wird und vom Promisor Remote nachgeladen werden kann. \n\nBei einem All-into-One-Repack weiß Git, wie es Promisor-Objekte richtig behandelt und speichert sie in einem separaten Promisor-Packfile. Leider wusste die geometrische Repacking-Strategie nicht, Promisor-Packfiles eine Sonderbehandlung zu geben, und würde sie stattdessen mit normalen Packfiles zusammenführen, ohne zu berücksichtigen, ob sie auf Promisor-Objekte verweisen. Glücklicherweise schlägt aufgrund eines Bugs das zugrunde liegende git-pack-objects(1) fehl, wenn geometrisches Repacking in einem Partial-Clone-Repository verwendet wird. Das bedeutet, dass Repositories in dieser Konfiguration sowieso nicht neu gepackt werden konnten, was nicht großartig ist, aber besser als Repository-Korruption.\n\nMit dem Release von Git 2.53 funktioniert geometrisches Repacking jetzt mit Partial-Clone-Repositories. Bei einem geometrischen Repack werden Promisor-Packfiles separat behandelt, um die Promisor-Markierung zu erhalten, und nach einer separaten geometrischen Progression neu gepackt. Mit diesem Fix rückt die geometrische Strategie näher daran, die Standard-Repacking-Strategie zu werden. Für weitere Informationen schau dir den entsprechenden [Mailing-List-Thread](https://lore.kernel.org/git/20260105-pks-geometric-repack-with-promisors-v1-0-c4660573437e@pks.im/) an.\n\nDieses Projekt wurde von [Patrick Steinhardt](https://gitlab.com/pks-gitlab) geleitet.\n\n## git-fast-import(1) hat gelernt, nur gültige Signaturen zu erhalten\n\nIn unserem [Git 2.52 Release-Artikel](https://about.gitlab.com/de-de/blog/whats-new-in-git-2-52-0/) haben wir signatur-bezogene Verbesserungen an git-fast-import(1) und git-fast-export(1) behandelt. Schau dir diesen Post unbedingt an für eine detailliertere Erklärung dieser Befehle, wie sie verwendet werden und welche Änderungen in Bezug auf Signaturen vorgenommen werden.\n\nUm es kurz zusammenzufassen: git-fast-import(1) bietet ein Backend zum effizienten Importieren von Daten in ein Repository und wird von Tools wie [git-filter-repo(1)](https://github.com/newren/git-filter-repo) verwendet, um die History eines Repositorys in großem Umfang neu zu schreiben. Im Git 2.52 Release hat git-fast-import(1) die Option `--signed-commits=\u003Cmode>` gelernt, ähnlich wie die gleiche Option in git-fast-export(1). Mit dieser Option wurde es möglich, Signaturen von Commits/Tags ohne Bedingung beizubehalten oder zu entfernen.\n\nIn Situationen, in denen nur ein Teil der Repository-History neu geschrieben wurde, wird jede Signatur für neu geschriebene Commits/Tags ungültig. Das bedeutet, dass git-fast-import(1) darauf beschränkt ist, entweder alle Signaturen zu entfernen oder alle Signaturen zu behalten, selbst wenn sie ungültig geworden sind. Aber ungültige Signaturen zu behalten, macht nicht viel Sinn, daher führt das Neuschreiben der History mit git-filter-repo(1) dazu, dass alle Signaturen entfernt werden, selbst wenn der zugrunde liegende Commit/Tag nicht neu geschrieben wurde. Das ist schade, denn wenn der Commit/Tag unverändert ist, ist seine Signatur noch gültig, und es gibt daher keinen wirklichen Grund, sie zu entfernen. Was wirklich benötigt wird, ist eine Möglichkeit, Signaturen für unveränderte Objekte zu erhalten, aber ungültige zu entfernen.\n\nMit dem Release von Git 2.53 hat die Option `--signed-commits=\u003Cmode>` von git-fast-import(1) einen neuen Modus `strip-if-invalid` gelernt, der, wenn angegeben, nur Signaturen von Commits entfernt, die durch das Neuschreiben ungültig werden. Mit dieser Option wird es also möglich, einige Commit-Signaturen bei der Verwendung von git-fast-import(1) zu erhalten. Das ist ein entscheidender Schritt zur Bereitstellung der Grundlage für Tools wie git-filter-repo(1), um gültige Signaturen zu erhalten und schließlich ungültige Signaturen neu zu signieren.\n\nDieses Projekt wurde von [Christian Couder](https://gitlab.com/chriscool) geleitet.\n\n## Mehr Daten in git-repo-structure gesammelt\n\nIm Git 2.52 Release wurde der „structure\"-Subcommand zu git-repo(1) eingeführt. Die Absicht dieses Befehls war es, Informationen über das Repository zu sammeln und schließlich ein nativer Ersatz für Tools wie [git-sizer(1)](https://github.com/github/git-sizer) zu werden. Bei GitLab hosten wir einige extrem große Repositories, und Einblicke in die allgemeine Struktur eines Repositorys sind entscheidend, um seine Performance-Charakteristiken zu verstehen. In diesem Release sammelt der Befehl jetzt auch Informationen zur Gesamtgröße von erreichbaren Objekten in einem Repository, um die Gesamtgröße des Repositorys zu verstehen. In der folgenden Ausgabe kannst du sehen, dass der Befehl jetzt sowohl die gesamten Inflated- als auch Disk-Größen von erreichbaren Objekten nach Objekttyp sammelt.\n\n```shell\n\n$ git repo structure\n\n| Repository structure | Value      |\n| -------------------- | ---------- |\n| * References         |            |\n|   * Count            |   1.78 k   |\n|     * Branches       |      5     |\n|     * Tags           |   1.03 k   |\n|     * Remotes        |    749     |\n|     * Others         |      0     |\n|                      |            |\n| * Reachable objects  |            |\n|   * Count            | 421.37 k   |\n|     * Commits        |  88.03 k   |\n|     * Trees          | 169.95 k   |\n|     * Blobs          | 162.40 k   |\n|     * Tags           |    994     |\n|   * Inflated size    |   7.61 GiB |\n|     * Commits        |  60.95 MiB |\n|     * Trees          |   2.44 GiB |\n|     * Blobs          |   5.11 GiB |\n|     * Tags           | 731.73 KiB |\n|   * Disk size        | 301.50 MiB |\n|     * Commits        |  33.57 MiB |\n|     * Trees          |  77.92 MiB |\n|     * Blobs          | 189.44 MiB |\n|     * Tags           | 578.13 KiB |\n\n```\n\nWer genau hinschaut, dem fällt vielleicht auch auf, dass die Größenwerte in der Tabellenausgabe jetzt auch benutzerfreundlicher mit angehängten Einheiten aufgelistet werden. In zukünftigen Releases hoffen wir, die Ausgabe dieses Befehls weiter zu erweitern, um zusätzliche Datenpunkte bereitzustellen, wie zum Beispiel die größten einzelnen Objekte im Repository.\n\nDieses Projekt wurde von [Justin Tobler](https://gitlab.com/justintobler) geleitet.\n\n## Mehr erfahren\n\nDieser Artikel hat nur einige der Beiträge von GitLab und der breiteren Git-Community für dieses neueste Release hervorgehoben. Du kannst mehr über diese aus der [offiziellen Release-Ankündigung](https://lore.kernel.org/git/xmqq4inz13e3.fsf@gitster.g/T/#u) des Git-Projekts erfahren. Schau dir auch unsere [früheren Git-Release-Blogposts](https://about.gitlab.com/blog/tags/git/) an, um andere vergangene Highlights von Beiträgen der GitLab-Teammitglieder zu sehen.","https://res.cloudinary.com/about-gitlab-com/image/upload/v1749663087/Blog/Hero%20Images/git3-cover.png",[23,24,260],{"featured":31,"template":13,"slug":705},"whats-new-in-git-2-53-0",{"promotions":707},[708,722,735,747],{"id":709,"categories":710,"header":712,"text":713,"button":714,"image":719},"ai-modernization",[711],"ai-ml","Is AI achieving its promise at scale?","Quiz will take 5 minutes or less",{"text":715,"config":716},"Get your AI maturity score",{"href":717,"dataGaName":718,"dataGaLocation":242},"/assessments/ai-modernization-assessment/","modernization assessment",{"config":720},{"src":721},"https://res.cloudinary.com/about-gitlab-com/image/upload/v1772138786/qix0m7kwnd8x2fh1zq49.png",{"id":723,"categories":724,"header":727,"text":713,"button":728,"image":732},"devops-modernization",[725,726],"product","devsecops","Are you just managing tools or shipping innovation?",{"text":729,"config":730},"Get your DevOps maturity score",{"href":731,"dataGaName":718,"dataGaLocation":242},"/assessments/devops-modernization-assessment/",{"config":733},{"src":734},"https://res.cloudinary.com/about-gitlab-com/image/upload/v1772138785/eg818fmakweyuznttgid.png",{"id":736,"categories":737,"header":739,"text":713,"button":740,"image":744},"security-modernization",[738],"security","Are you trading speed for security?",{"text":741,"config":742},"Get your security maturity score",{"href":743,"dataGaName":718,"dataGaLocation":242},"/assessments/security-modernization-assessment/",{"config":745},{"src":746},"https://res.cloudinary.com/about-gitlab-com/image/upload/v1772138786/p4pbqd9nnjejg5ds6mdk.png",{"id":748,"paths":749,"header":752,"text":753,"button":754,"image":759},"github-azure-migration",[750,751],"migration-from-azure-devops-to-gitlab","integrating-azure-devops-scm-and-gitlab","Is your team ready for GitHub's Azure move?","GitHub is already rebuilding around Azure. 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